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shoot22. Januar 2018: Beim Schutz der vom Aussterben bedrohten Golftümmler in Mexiko wird Sea Shepherd zum zweiten Mal mit Schüssen auf Drohnen konfrontiert.

Obwohl erneut auf Sea Shepherds Drohne geschossen wurde, gelang es der Meeresschutz-Organisation zusammen mit der mexikanischen Marine, Wilderer aus dem Meeresschutzgebiet zu vertreiben und das Leben eines bedrohten Totoabas, der in ihrem illegalen Netz gefangen war, zu retten.

Leben eines bedrohten Totoabas, der in ihrem illegalen Netz gefangen war, zu retten.
Das war bereits das zweite Mal in einer Woche, dass im Oberen Golf von Kalifornien in Mexiko auf eine Drohne von Sea Shepherd geschossen wurde, diesmal am helllichten Tag.


Beim ersten Vorfall, der sich an Heiligabend ereignete, schossen Wilderer die Nachtsicht-Drohne der Meeresschützer ab. Die nicht-staatliche Organisation ist derzeit im Rahmen der Kampagne OPERATION MILAGRO IV vor Ort, bei der durch aktives Eingreifen der Totoaba-Barsch und der vor dem Aussterben stehende Golftümmler geschützt werden.

Am 30. Dezember 2017 patrouillierte Sea Shepherds Schiff JOHN PAUL DEJORIA das Golftümmler-Schutzgebiet auf der Suche nach Wilderern und Stellnetzen. Um 15:30 Uhr erkannte die Crew durch das Fernglas, wie Wilderer weniger als eine Seemeile entfernt in einem Kleinboot klar ersichtlich ein Netz aus dem Wasser zogen.

Obwohl ihre Nachtsicht-Drohne sechs Tage zuvor mit einem Automatikgewehr abgeschossen worden war, schickte Sea Shepherd eine weitere Drohne, um die Aktivitäten der Wilderer von oben zu ermitteln. Das Drohnen-Team konnte die anfängliche Einschätzung schnell bestätigen: Wilderer waren dabei, Stellnetze einzuholen – und das mitten im Golftümmler-Schutzgebiet am helllichten Tag.

Die Wilderer haben es auf den vom Aussterben bedrohten Totoaba abgesehen, um seine Schwimmblase für deren nicht erwiesene medizinische Wirksamkeit auf dem Schwarzmarkt in China und Hongkong zu verkaufen. Eine einzige Schwimmblase kann über 16.000 Euro erzielen. Daher wird der Fisch allgemein auch als „Kokain des Wassers“ bezeichnet.

Schnellboot der mexikanischen Marine
Zwar legen die Wilderer die Netze mit der Absicht aus, eine bestimmte Art zu fangen, die Netze machen jedoch keine Unterschiede. Sie fangen alles, was in diesen Gewässern schwimmt, darunter auch das am stärksten gefährdete Säugetier der Welt – den Golftümmler.

Bei klarem Himmel dauerte es nicht lange, bis die Wilderer die Drohne über sich entdeckten. Die Sea Shepherd Crew konnte vom Bug des Schiffes aus sechs Schüsse hören. Als Jack Hutton, der die Drohne steuerte, sah wie die Wilderer ein Netz in ihr Kleinboot einholten, bevor sie sich davonmachten, entschied er, die Drohne zurück zum Schiff zu fliegen. Die Aufnahmen des Vorfalls zeigen, dass einer der Insassen des Kleinbootes eine Waffe trug und diese benutzte.

Captain Benoit Sandjian informierte die mexikanische Marine über den Zwischenfall. Diese kam daraufhin unverzüglich zum Schauplatz. Nachdem sie kontrolliert hatten, ob das Sea Shepherd-Schiff unversehrt war, begann die Marine mit der Verfolgung des Wilderer-Bootes.

Inzwischen fuhr die JOHN PAUL DEJORIA zu den Koordinaten des Ortes, an dem die Wilderer auf ihrer Flucht kurz angehalten hatten. Dort angekommen, entdeckte die Crew ein Netz mit einem lebendigen, ausgewachsenen Totoaba, der um sein Leben rang.

Innerhalb einer Stunde lag das illegale Netz vollständig geborgen am Bug des Sea Shepherd-Schiffes. Der Totoaba wurde von der Crew aus dem Netz befreit und ins Meer entlassen.

Sea Shepherd Crew rettet Totoaba
Ohne das Eingreifen durch Sea Shepherd wäre der verhedderte Totoaba für die Wilderer ein lukrativer Fang gewesen – und für die vom Aussterben bedrohte Art ein bedeutender Verlust.

„Diese Serie von Vorfällen erweckt den Anschein, als ob die Wilderer im Golf von Kalifornien nun Feuerwaffen bei sich tragen“, sagte Captain Benoit. „Sie zögern nicht, diese in unmittelbarer Nähe zu unseren Schiffen zu benutzen, bei Tag und bei Nacht. Sea Shepherd wurde schon in den vergangenen Jahren während OPERATION MILAGRO von Wilderern bedroht, aber nun hat die Gewalt in diesem Gebiet eine neue Ebene erreicht."

Trotz der Schwierigkeiten beim Schutz der Golftümmler und Totoabas weisen die mexikanischen Behörden weiterhin eine deutliche Haltung zum Naturschutz auf. Auch mit weniger als 30 lebenden Golftümmlern hat die mexikanische Regierung der Welt gezeigt, dass sie nicht bereit ist, diese Art aussterben zu lassen. Sie arbeitet mit mehreren Organisationen, darunter mit Sea Shepherd, zusammen, um Schutzgebiete zu patrouillieren, illegale Stellnetze zu entfernen und Wilderei zu verhindern.

Sea Shepherd ist zurzeit mit zwei Schiffen in dem Gebiet, ein drittes ist auf dem Weg.





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