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hundestaffel111. Dezember 2015: Kommentar von Dr. Godfrey Merlen, Leiter von Sea Shepherd Galapagos

Am 19. November 2015 reiste ich 55 Meilen zur Galapagosinsel San Cristobal, um der Umwelteinheit der
ecuadorianischen Nationalpolizei vier Spürhunde zu übergeben. Diese bemerkenswerten Hunde können
viele Gerüche unterscheiden, aber auf den Galapagosinseln werden sie vor allem illegale Produkte, die aus der Inselgruppe geschmuggelt werden sollen, ausfindig machen. Hierbei geht es generell um Wildtiere, insbesondere aber um Haiflossen und Seegurken.

Während die vier Hunde gerade ihren Dienst für dieses außergewöhnliche Ökosystem der Galapagosinseln (die zum Weltnaturerbe der UNESCO gehören) antreten, bringt eine von Oberst Zambrano und mir unterzeichnete Vereinbarung einen Prozess zum Abschluss, der in einem holländischen Hundezentrum mit dem Aussuchen der Hunde begann. Dort ist man auf die Auswahl einzelner Tiere aufgrund ihres bemerkenswerten Geruchssinns sowie ihrer Konzentrationsfähigkeit spezialisiert.

Die neuen Spürhunde sind Rony, Xaver, Truss und Missy.

Um sicherzustellen, dass die Hunde über einen einwandfreien Gesundheitszustand verfügen und den internationalen Standards für die Ausfuhr aus Holland, sowie die Einfuhr nach Ecuador entsprechen würden, war es nach der Übernahme durch Sea Shepherd notwendig, dass die Hunde geimpft und durchgecheckt wurden.

Nach ihrer Ankunft wurden die Spürhunde nach Quito, der Hauptstadt von Ecuador, in das Regionale Center für Hundeerziehung gebracht. Dort wurden sowohl die Hunde als auch die Hundeführer (insgesamt acht Trainer für vier Hunde) ausgebildet und darauf vorbereitet, ihren wichtigen und „symbiotischen“ Beziehungen und Rollen gerecht zu werden, um den illegalen Handel mit Wildtieren zu verhindern.

Vor der Ankunft auf den Galapagosinseln waren erneute Überprüfungen durch die Behörde für Biosicherheit nötig, um zu gewährleisten, dass die Hunde keine Krankheiten, Parasiten oder invasive Arten auf die Inseln bringen. Nach den bestandenen Überprüfungen wurde diesen engagierten Ermittlern endlich die Genehmigung erteilt, diese bezaubernden Inseln zu betreten, um bald damit zu beginnen, sie zu beschützen.

Zwei Hunde werden auf der Insel Santa Cruz, die anderen beiden jeweils auf San Cristobal und Isabela arbeiten.

Die eifrigen Hunde können damit beginnen, an Flughäfen und Häfen zu patrouillieren, um den Handel auszubremsen, der einige Haiarten auszulöschen droht. Forscher haben erst kürzlich bewiesen, dass es sich bei den Galapagosinseln um den von Haien am meist besiedelten Ort auf der Erde handelt. Man geht davon aus, dass dies nicht immer so war. Doch da der Rest der Welt einen Rückgang der Fischbestände erlitten hat, sind die Galapagosinseln eine Art „Relikt“; ein einzigartiges Ökosystem auf einem Planeten, der früher nur so von Wildtieren wimmelte, einschließlich der Spitzenräuber wie Haie, die eine entscheidende ökologische Rolle spielen.

Dies ist die zweite Gruppe von Spürhunden, die Sea Shepherd zu den Galapagosinseln gebracht hat. Dieser Vorgang beginnt mit einer Vereinbarung zwischen Sea Shepherd und dem ecuadorianischen Innenminister. Diese wurde erneuert, um die Zeitspanne, in der die Hunde eingesetzt werden, abzudecken. Diese Zeitspanne liegt zwischen fünf und sieben Jahren.

Auf der Insel Isabela sowie auf San Cristobal haben wir Zwinger für die Hunde erneuert, und wir planen, auch neue Zwinger auf Santa Cruz zu bauen.

Da Wildtiere durch Handel, Wilderei und andere Gefahren, die sie der Ausrottung immer näher bringen, bedroht sind, ist das Vorgehen gegen das Aussterben dieser Tiere ein Kampf von großer Dringlichkeit. Zu dem Einsatz der Hunde auf den Galapagosinseln scheint folgendes Zitat in Anlehnung an Shakespeare passend zu sein: „Lasst die Hunde des Krieges los.“



Die neuen Spürhunde mit Schülern und der Umweltpolizei. Foto: Sea ShepherdBürgermeister Reyes mit den Hunden Truss und Xaver. Foto: Sea Shepherd








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