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Foto: Sea Shepherd / Melissa Romao / Conanp / Museo de la BallenaFührende Wissenschaftler aus Mexiko und den USA bestätigen mit Unterstützung von Sea Shepherd die erste Sichtung von Golftümmlern im Jahr 2019 – ein Hoffnungsschimmer für das Überleben der Art.

Am 5. August 2019 verzeichnete eine Gruppe von Wissenschaftlern und Naturschützern die erste Golftümmler-Sichtung des Jahres 2019. Die Expedition im Oberen Golf von Kalifornien (Mexiko), mit dem Ziel Golftümmler ausfindig zu machen, ist eine gemeinschaftliche Mission der Nationalen Kommission für Schutzzonen CONANP, Sea Shepherd, dem Museo de la Ballena, führenden Forschern aus dem Bereich Meeressäuger der University of Baja California Sur (UABCS), der USA und der mexikanischen Marine.

Die Sea Shepherd Crew an Bord der SHARPIE sichtete am 19. und 20. August zwei Paare Golftümmler. Anschließend wurden am 3. September zwei Golftümmler entdeckt und fotografiert. Sea Shepherds SHARPIE befindet sich gerade auf der wichtigen, gemeinschaftlichen Sichtungsfahrt im Golftümmlergebiet, um Daten zu sammeln und die letzten lebenden Golftümmler zu identifizieren.

Foto: Sea Shepherd / Melissa Romao / Conanp / Museo de la Ballena
Mit führenden Wissenschaftlern an Bord nutzen die Organisationen die wenigen Tage bei ruhigem Wetter, um nach einzelnen Individuen zu suchen. Der Golftümmler ist der kleinste Delfin dieser Erde und der am stärksten gefährdete Meeressäuger. Diese Art lebt ausschließlich im Oberen Golf von Kalifornien. Schätzungen zufolge gibt es heute weniger als 19 lebende Golftümmler.

Während der letzten fünf Jahre war Sea Shepherd zusammen mit den mexikanischen Behörden im Oberen Golf von Kalifornien präsent, um den seltenen Tümmler zu schützen. Sea Shepherd entfernt illegale Stellnetze aus dessen Lebensraum und verhindert somit, dass sich der kleine Meeressäuger in den Netzen verfängt, die eigentlich für einen anderen gefährdeten Meeresbewohner dort ausgebracht werden: den Totoaba-Barsch

Photo Credit: Sea Shepherd / Melissa Romao / Conanp / Museo de la Ballena
Der Totoaba wird wegen seiner lukrativen Schwimmblase gejagt, die nach Asien geschmuggelt und dort auf dem Schwarzmarkt verkauft wird. Die Schwimmblasen werden in einer Suppe gekocht, der man eine gesundheitsfördernde Wirkung nachsagt – eine Eigenschaft, die nicht wissenschaftlich erwiesen ist. Die illegalen Machenschaften um den Totoaba-Schmuggel sind für die kritische Lage der Golftümmler verantwortlich. Durch die ähnliche Körpergröße von Totoaba und Golftümmler ist die Maschenweite der Stellnetze, die für Totoabas verwendet wird, eine sichere Todesfalle für den kleinen Tümmler.

Obwohl bei der langjährigen Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern schon viele Daten erhoben und ein akustisches Monitoring durchgeführt wurde, ist Sea Shepherd jetzt erstmals Teil einer Expedition zur visuellen Identifizierung. Sea Shepherds erste Aufnahme eines Golftümmlers gelang am 18. April 2015, nur zwei Tage nach Mexikos Ankündigung eines soliden Aktionsplanes zum Schutz des endemischen Tümmlers, welcher das Land in Sachen Artenschutz ganz nach vorne bringen sollte.

Foto: Sea Shepherd / Melissa Romao / Conanp / Museo de la Ballena
Während der jüngsten gemeinsamen Expedition wurden in den Gewässern östlich von San Felipe, Baja California, zwischen dem 19. August und dem 3. September drei Gruppen von jeweils zwei Golftümmlern gesichtet. Experten zufolge waren die erwachsenen Tiere allem Anschein nach bei guter Gesundheit.

Das von der CONANP betriebene Golftümmler-Forschungsprogramm ist seit Jahren eine verlässliche Quelle, die zum besseren Verständnis der Golftümmler-Population beiträgt. Ihrem akustischen Beobachtungsprogramm verdanken wir es, die Bewegungsmuster der kleinen Tümmlerart genau einschätzen zu können. Das ist ein wichtiges Werkzeug bei den Bemühungen um ihren Schutz.

Sea Shepherds Gründer und Geschäftsführer Captain Paul Watson erklärte: „Es ist sehr wichtig, diese lebenden Golftümmler zu dokumentieren. Unsere Crews arbeiten unermüdlich bei Tag und bei Nacht daran, die Stellnetze, die den Golftümmler bedrohen, aus dem Meer zu entfernen. Einige meinen, die Notlage der Golftümmler wäre ein hoffnungsloser Fall, doch wir glauben, dass hoffnungslose Fälle, die Fälle sind, für die es sich lohnt zu kämpfen. Unsere Crew vereint die Überzeugung, dass wir das Unmögliche möglich machen können und es sind die Leidenschaft, der Mut, die Vorstellungskraft und der Einfallsreichtum meiner unglaublichen Crew, die den Kampf für den Golftümmler und die Ozeane gewinnen werden.“

Sea Shepherds Kampagne zur Bergung illegaler Stellnetze, OPERATION MILAGRO, wird in Zusammenarbeit mit den mexikanischen Behörden ab Anfang Oktober fortgesetzt, wenn die Fischfangsaison im Oberen Golf von Kalifornien beginnt.




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