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namibmain25. Juli 2019: Zuständige des namibischen Ministeriums für Fischerei und Meeresressourcen (MFMR) und Sea Shepherd haben vom 26. April bis zum 15. Juni 2019 zusammen an Bord der OCEAN WARRIOR erfolgreich die Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) Namibias überwacht.

Das Hauptziel dieser gemeinsamen Patrouillen war es, gegen illegale, undokumentierte und unregulierte Fischerei (IUU-Fischerei) in namibischen Gewässern vorzugehen. Diese Initiative half dem MFMR und anderen namibischen Gesetzesvertretern die illegalen, fremden Fabrikschiffe aus der namibischen AWZ zu vertreiben. Es bestand der Verdacht, dass sie es illegaler Weise auf die Holzmakrelenschwärme abgesehen hatten.

Namibische Beamte und Sea Shepherd Crew an Bord der OCEAN WARRIOR. Foto Kerstine Launay/Sea Shepherd.
Riesige, ausländische, industrielle Fabrikschiffe – Schleppnetzschiffe, die in der früheren Sowjetunion gefertigt wurden – hielten sich an der Grenze zu Namibias AWZ auf, überquerten diese heimlich nachts und plünderten Fischbestände aus. Vorrangig erbeuteten sie Holzmakrelen vor Namibias berühmter Skeleton Coast. Dichte Nebel und Schiffswracks in dieser Gegend erschweren die Entdeckung dieses gesetzeswidrigen Eindringens. Der illegale Fang wurde dann auf große Kühlfrachtschiffe verladen, die gleich hinter der Grenze zur AWZ darauf warteten, die illegal gefangenen Fische entgegen zu nehmen. Kühlfrachtschiffe tragen viel zur Verschleierung der IUU-Fischerei bei, da legal gefangene Fische mit illegalen Fängen vermischt werden. Das macht es unmöglich, die Herkunft der Fische nachzuvollziehen. Aus diesem Grund verbietet die namibische Verordnung für Meeresressourcen das Umladen auf See und gestattet es nur im Hafen oder unter Anwesenheit von Polizeibeamten.

Captain de Giorgi mit namibischen Polizisten auf der OCEAN WARRIOR. Foto Kerstine Launay/Sea Shepherd.
Aufgrund dieser Vorfälle begann die OCEAN WARRIOR am 26. April unter der Leitung des Sea Shepherd Volunteers Admiral Giuseppe de Giorgi (i.R.), dem ehemaligen Stabsleiter der italienischen Marine (2013-2016) und namibischen Gesetzesvertretern (Fischereiaufsicht und Polizeibeamte) mit der Patrouille der nördlichen Gewässer Namibias, um das Eindringen großer ausländischer, industrieller Schleppnetzschiffe zu verhindern, die bis dahin Namibias nördliche Seegrenze überquerten, um dort Makrelen zu wildern. Diese Zusammenarbeit fand unter dem Namen OPERATION VANGUARD statt. Am 26. April störte die OCEAN WARRIOR ein illegales Fangschiff, das mit Schleppnetzfanggeschwindigkeit 20 Seemeilen vor der Grenze zwischen Namibia und Angola unterwegs war. Als das Fangschiff die OCEAN WARRIOR bemerkte, wechselte es sofort den Kurs, um einer Festsetzung zu entgehen. Die OCEAN WARRIOR näherte sich dem illegalen Fangschiff hautnah bis auf 300 m und bemühte sich das größere Schiff auszubremsen. Das Schiff war ohne wahrnehmbare Kennung unterwegs und nicht identifizierbar. Leider konnte man auch nicht an Bord des illegalen Fangschiffes gehen, da es die ungünstigen Wetterbedingungen zu der Zeit nicht zugelassen haben.

Sea Shepherd jagt nachts ein verdächtiges Fangschiff. Foto Kerstine Launay/Sea Shepherd.
Die Präsenz eines Patrouillenschiffes vor der Skeleton Coast schreckte jedoch weitere Fischwilderer ab. Seit der Abwehraktion ereignete sich kein versuchtes Eindringen mehr. Die gemeinsamen Patrouillen haben den gewünschten abschreckenden Effekt und werden es den Holzmakrelen-Populationen im Norden Namibias ermöglichen, sich von der Belastung durch kriminelle Fischereiorganisationen zu erholen.

OCEAN WARRIOR. Foto Kerstine Launay/Sea Shepherd.
Namibia hat mitunter die reichsten Fischvorkommen weltweit, besonders nachdem die namibische Regierung die Anzahl der offiziell lizenzierten Holzmakrelen-Fangschiffe deutlich reduziert hat. Jedoch steigt seit Kurzem die illegale Fischerei, da die ehemals lizenzierten Schiffe Einsätze in anderen Ländern fahren, mit der Absicht in den nördlichen Gewässern Namibias zu wildern.

Der Minister für Fischerei und Meeresressourcen, Bernhard Esau erklärt: „Die namibische Regierung ergreift Erhaltungsmaßnahmen zum Schutz der Makrelenfischerei, die wesentlich für die Wirtschaft und für ein gesundes Ökosystem sind. Doch müssen diese Maßnahmen auch die Patrouille auf See beinhalten. Durch den Abschluss der OPERATION VANGUARD hat die kriminell organisierte Fischerei, die namibische Gewässer vor der Skeleton Coast plünderte, die Nachricht erhalten, dass die namibische Regierung ihre Fischgründe wachsam verteidigt.“

Inspektion der CAVEMAS STAR. Foto Kerstine Launay/Sea Shepherd.
„Das Ministerium für Fischerei und Meeresressourcen schätzt diese Partnerschaft, die die IUU-Fischerei in der AWZ Namibias zum Erliegen bringt und möchte auch in Zukunft gerne die großzügige Hilfe von Sea Shepherd annehmen. Wildereivergehen werden nach dem Gesetz geahndet und die Bestrafung wird ernst zu nehmen sein“, erklärte der Minister darüber hinaus.

Seit 2016 bekämpft Sea Shepherd IUU-Fischerei in Zusammenarbeit mit den Regierungen von Gabun, Liberia, São Tomé und Príncipe, Benin und Tansania, indem zivile Patrouillenschiffe zur Verfügung gestellt werden. So können afrikanische Küstenstaaten ihre Fischereiregulierungen und Umweltschutzgesetze in ihren Hoheitsgewässern durchsetzen. Bis heute haben diese einzigartigen Kooperationen zur Festsetzung von 30 Schiffen geführt, die illegale Fischerei oder andere Fischereiverstöße begangen haben.

OCEAN WARRIOR




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