• Simple Item 1
  • Simple Item 9
  • 1
  • 2

Die Crew der Bob Barker10. Juli 2019:  Zwei Jahre nachdem Gabuns Präsident Ali Bongo Ondimba auf der Ozeankonferenz der Vereinten Nationen in New York die Einrichtung von neun neuen Meeresparks und elf neuen Meeresschutzreservaten genehmigt hat, hat sich Sea Shepherd bereit erklärt, die gabunische Regierung für drei weitere Jahre mit Patrouillen in Afrikas größtem Netz von Meeresschutzgebieten bei der Bekämpfung der illegalen Fischerei zu unterstützen.

Sea Shepherd hat unter dem Namen OPERATION ALBACORE IV eine Absichtserklärung mit dem gabunischen Ministerium für Fischerei, Verteidigung und Umwelt unterzeichnet, um eine erfolgreiche Partnerschaft fortzusetzen, durch die seit Beginn der gemeinsamen Patrouillen vor drei Jahren bereits acht illegale Fischereifahrzeuge festgesetzt werden konnten. Die Ausweitung der Patrouillen auf die Gewässer des benachbarten Inselstaates São Tomé und Príncipe führte zur Festsetzung von zwei weiteren Fischereifahrzeugen, die des Abschneidens von Haiflossen bezichtigt wurden.

Gabunische Marinesoldaten auf Patrouille
Im Rahmen der Absichtserklärung verpflichtet sich Sea Shepherd zur weiteren Bereitstellung eines Schiffes, der dazugehörigen Mannschaft und des Treibstoffs. Die gabunischen Partner stellen die Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung, die an Bord des Sea-Shepherd-Schiffes sind und die Autorität besitzen, Schiffe zu entern, zu inspizieren und jegliche Verstöße gegen gabunisches Recht zu melden und gegebenenfalls Fischereischiffe festzusetzen und die Mannschaft zu verhaften.

gabun33
Ab dem 5. Juni konzentrierte sich eine 15-tägige verdeckte Patrouille unter der Leitung gabunischer Behörden an Bord der BOB BARKER auf Meeresparks in Grenzgebieten zwischen Gabun und dem benachbarten Äquatorialguinea und Kongo-Brazzaville. Als OPERATION ALBACORE im Jahr 2016 begann, wurden Flotten von mehr als einem Dutzend ausländischer Schleppnetzschiffe entdeckt, die routinemäßig aus dem benachbarten Kongo-Brazzaville in gabunische Gewässer eindrangen, um illegal zu fischen. Die verdeckte Patrouille bemerkte jedoch, dass beide Grenzgebiete im Allgemeinen ungewöhnlich ruhig waren und dass Fischereifahrzeuge, die bereits durch Grenzverletzung bekannt waren, sich nun von den Grenzen der Meeresparks fernhielten.

Captain Peter Hammarstedt und gabunische Strafverfolgungsbehörden planen die Patrouille. Fotos von Rebecca Griffiths/Sea Shepherd.
„Diese ausländischen Schleppnetzschiffe haben die Meeresparks von Gabun als Sparschweine der Artenvielfalt angesehen, die man zerschlagen und mit ihren Netzen plündern konnte. Doch drei Jahre und viele Verhaftungen später machen die Wilderer dank der Führung Gabuns einen weiten Bogen um die Meeresparks. OPERATION ALBACORE hat sich erfolgreich von der Vollstreckung zur Abschreckung gegen kriminelle Aktivitäten entwickelt, sodass sich die Fischbestände erholen können, während die Meeresparks wachsam verteidigt werden, und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis", sagte Peter Hammarstedt, Kapitän der BOB BARKER.

Untersuchung eines Schleppnetzschiffes auf See

Während der Thunfischfangsaison 2019 werden die gabunische Marine sowie Inspektoren des gabunischen Fischereiministeriums und Ranger der National Agency of National Parks weiterhin an Bord der BOB BARKER stationiert sein, um gemeinsam mit der Sea Shepherd Crew die Hoheitsgewässer Gabuns zu patrouillieren. Diese Patrouillen werden den Strafverfolgungsbehörden die Mittel zur Verfügung stellen, um gefährdete Thunfischlebensräume in Zentralwestafrika zu verteidigen, zu schützen und zu erhalten.

OPERATION ALBACORE IV zielt darauf ab, die neu geschaffenen Meeresschutzgebiete Gabuns weiterhin zu schützen, IUU-Fischereiaktivitäten zu erkennen und abzuschrecken und gleichzeitig die Einhaltung der Vorschriften durch lizenzierte Fischereiunternehmen zu überwachen sowie die bestehenden Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen auszuweiten.

Delfine mit einem Schlauchboot von Sea Shepherd im Hintergrund
Der Kampf gegen illegale, unregulierte und undokumentierte Fischerei (IUU-Fischerei)
Es wird geschätzt, dass jedes Jahr weltweit zwischen 11 und 26 Millionen Tonnen Fisch durch IUU-Fischerei gefangen werden. Die Entwicklungsländer sind besonders anfällig für IUU-Fischerei: Bis zu 40 % der in west- und zentralwestafrikanischen Gewässern gefangenen Fische werden von kriminellen Fischereiunternehmen gefangen.
Im Jahr 2016 arbeitete Sea Shepherd bei OPERATION ALBACORE I mit der Regierung Gabuns zusammen, und seitdem hat die Zusammenarbeit zu über 140 Inspektionen von Fischereifahrzeugen auf See und der anschließenden Festsetzung von zehn illegalen Fischereifahrzeugen geführt.

 Ein Walhai untersucht das Schlauchboot von Sea Shepherd
Seit 2016 arbeitet Sea Shepherd zusammen mit den Regierungen von Gabun, Liberia, São Tomé und Príncipe, Benin und Tansania, um IUU-Fischerei zu bekämpfen. Sea Shepherd stellt den afrikanischen Küstenstaaten Schiffe zur Verfügung, damit die Behörden Fischereivorschriften und Naturschutzgesetze in ihren Hoheitsgewässern durchsetzen können. Bisher haben diese einzigartigen Partnerschaften zur Festsetzung von insgesamt 31 Schiffen wegen illegaler Fischerei und anderer Fischereiverbrechen geführt.

Fischschwarm mit der BOB BARKER im Hintergrund




News / Kommentare

  • Willkommen auf dem kleinen Horrorschiff
  • Das beste Weihnachtsgeschenk von allen – das Ende des Walfangs in der Antarktis
  • MITARBEIT AUF SEE – HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN
  • Costa Ricas Umweltminister erklärt Paul Watson zum Helden

Event-Vorschau

Österreich News

  • 1
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.