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siso19124. Juni 2019:  Sea Shepherd kehrt mit der SAM SIMON ins Mittelmeer zurück, um die italienischen Gewässer vor illegaler Fischerei zu schützen. In Zusammenarbeit mit den italienischen Behörden konzentriert sich diese Kampagne, die als OPERATION SISO bekannt ist, auf das Entfernen illegaler Treibnetze und anderer tödlicher Fanggeräte rund um die Äolischen Inseln im südlichen Tyrrhenischen Meer, einem Teil des Mittelmeeres vor der Westküste Italiens.

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Die SAM SIMON begann ihre Patrouillen im Juni in enger Abstimmung mit der Guardia di Finanza (Finanzpolizei) und dem National Fisheries Control Center (CCNP). Das Ziel ist es, die Verwendung illegaler "Spadare"-Netze zu unterbinden, eine Art Treibnetz, das 2003 weltweit verboten wurde, aber immer noch häufig für den Schwertfischfang in italienischen Gewässern verwendet wird, insbesondere in der Nähe der Äolischen Inseln, einem Archipel, das aus sieben Inseln besteht, die seit 2000 zum UNESCO-Kulturerbe gehören. Diese illegalen Treibnetze sind auch für eine große Zahl von Todesfällen anderer Nicht-Zielarten wie zum Beispiel Pottwale, Meeresschildkröten, Thunfisch, Haie und andere Meeressäuger verantwortlich.

Die Kampagne begann mit der erfolgreichen Untersuchung der Schleppnetzfischerei vor der Küste der Bagnara Calabra, einem Gebiet des Tyrrhenischen Meeres, das für die Nutzung illegaler "Spadare"-Netze bekannt ist. Sea Shepherd unterstützte die Patrouillenboote der Guardia di Finanza bei der Kontrolle und Inspektion von Schleppnetzschiffen und den Netzen, die sie nachts verwendeten. Ein Boot versuchte, sein Treibnetz zu lösen, um die Beweise verschwinden zu lassen (einschließlich eines toten Schwertfisches, der sich im Netz verheddert hatte), aber Sea Shepherds kleines Schnellboot, die VIKING, konnte die Position des Netzes an die Guardia di Finanza melden.

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In der ersten Patrouillenwoche fuhr die SAM SIMON 1.460 Meilen und überwachte ein Gebiet von 14.250 Quadratkilometern. Dabei wurden illegale Fischereitätigkeiten an die italienischen Behörden gemeldet. Nach Angaben der Vereinten Nationen ist das Mittelmeer das am stärksten überfischte Gebiet der Welt. 62 % der Fischbestände sind inzwischen zusammengebrochen. Die industrielle Fischerei und ihre Fangquoten, einschließlich des Beifangs, stellen durch die Ausbeutung und Ausrottung von Meerestieren eine ernsthafte Gefahr für die gesamte Menschheit dar.

„Zehn Pottwale sind in diesem Jahr bisher im Südtiroler Meer gestorben, fast alle mit Plastik im Magen“, sagte Andrea Morello, Leiter der OPERATION SISO. „Um dem Einhalt zu gebieten, holt Sea Shepherd kontinuierlich jeglichen Plastikmüll und verlorene oder verlassene Fischereigeräte aus dem Meer, während wir auf Kampagne sind. Im vergangenen Jahr haben wir auch mit Kleinfischern zusammengearbeitet, um das Meer und gefährdete Arten wirksam zu schützen, indem wir 130 km illegale Fischsammelgeräte (FAD) im äolischen Archipel beschlagnahmten.

Dank der Spenden unserer Unterstützer und der wunderbaren Menschen des Aeolian Island Preservation Fund sowie des Smilewave Fund sind wir in das Tyrrhenische Meer zurückgekehrt, um die Meerestiere zu verteidigen, und wir werden so lange weiter machen, bis auf den Äolischen Inseln ein Meeresschutzgebiet entsteht“.

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„Sea Shepherd ist ein wichtiger Partner der Äolischen Inseln“, sagte Luca Del Bono, Vorsitzender des Aeolian Islands Preservation Fund. „Wir sind fest davon überzeugt, dass durch verstärkte Patrouillen illegale Aktivitäten verhindert werden, und das kann eine wirksame Waffe gegen die Verarmung unseres Meeres sein. Die Kleinfischer der Äolischen Inseln können nicht mit den großen Fischerbooten konkurrieren, und es ist wichtig, dass diejenigen, die vor diesen Inseln fischen, dies unter Beachtung der bestehenden Einschränkungen tun, damit die biologische Vielfalt des Äolischen Meeres geschützt wird.“
Wer ist SISO?

Ein junger Pottwal, der 2017 starb, verstrickte sich auf seinem Weg durch die Äolischen Inseln in ein illegales "Spadara"-Netz. Der heldenhafte und stundenlange Versuch der Küstenwache, ihn zu befreien, schlug fehl. Der Meeresbiologe Carmelo Isgrò, der den leblosen Körper von Siso an der Küste des Capo Milazzo fand, konservierte das Skelett und bewahrte das Netz, das ihn tötete, sowie das Plastik in seinem Magen als Warnung für zukünftige Generationen auf. Siso war der Spitzname des Freundes, der Dr. Isgrò half, den Pottwal zu bergen. Jener Freund starb damals bei einem Autounfall.





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