• Simple Item 11
  • Simple Item 1
  • Simple Item 9
  • 1
  • 2
  • 3

Butchering the first fin whale on 22 June 2018Kommentar von Captain Paul Watson: Am Donnerstag, den 21. Juni, tötete Island den ersten stark gefährdeten Finnwal seit 2015, und Sea Shepherd war vor Ort, um zu dokumentieren, wie das Walfangschiff HVALUR 8 kurz vor Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden des darauffolgenden Tages den Wal zur Abschlachtung hinter sich herzog.

Bereits 1986 versenkte Sea Shepherd die Hälfte der isländischen Walfangflotte und legte ihren illegalen Walfang für 17 Jahre still.

Also warum machen wir das nicht nochmal?

Island tötet als einzige Nation auf diesem Planeten illegal stark gefährdete Finnwale.

Die beiden Schiffe, die wir versenkt haben, sind nie wieder auf Waljagd gegangen und liegen nun am Strand und verrosten. Aber die anderen beiden Schiffe sind immer noch dort, und es wäre einfach, sie zu versenken. Oder es wäre einfach, mit unseren Booten eine Hochseeblockade gegen ihre beiden Schiffe zu errichten.

Wir könnten es tun, und wir würden es sehr gerne tun. Aber wir können nicht.

Nicht, weil es taktisch unmöglich ist.

Nein, das Problem ist, dass es strategisch nicht funktioniert.

Wenn wir eine Menge Werbung machen und um Spenden für isländische „Whale Wars“ bitten würden, bin ich zuversichtlich, dass wir die Unterstützung aufbringen könnten.

Leider gibt es einen wichtigen Faktor, der uns daran hindert, dies zu tun.

Denn genau das ist es, was Kristjàn Loftsson, der Eigentümer dieser schrecklichen Industrie, von uns will.

Seit unserer Aktion im Jahr 1986 ist der Widerstand gegen den Walfang in Island von nur 2 % auf 34 % gestiegen und 31 % der Isländer enthalten sich. Nur 34 % von den ehemals 98 % vor 32 Jahren unterstützen den Walfang.

Diese 34 %, die den Walfang unterstützen, sind in der Regel ältere, schlecht gebildete isländische Männer. Mit ihrem Ableben schrumpft auch die Zahl der Walfang-Befürworter.

Erst 2013 wurde in einer isländischen Umfrage festgestellt, dass 60 % der Isländer den Walfang unterstützen. Von 60 % auf 34 % in nur fünf Jahren ist ein unglaublicher Fortschritt und steht im Zusammenhang mit einem Rückgang der älteren Bevölkerung.

Eine Aktion von Sea Shepherd zu diesem Zeitpunkt würde nationalistische Gefühle anstacheln und dazu führen, dass die Unterstützung des Walfangs wieder zunimmt.

Hvalur 8 delivering the first fin whale at 00.10hrs 22nd June 2018
Im Jahre 1986, mit nahezu 100 % an Walfang-Befürwortern (98 %) in der Bevölkerung, hatten die Wale nichts zu verlieren und konnten mit einem direkten physischen Angriff durch Sea Shepherd auf die Schiffe und die Walfangstation nur gewinnen.

Der illegale kommerzielle Walfang wurde für 17 Jahre eingestellt und Tausende Wale gerettet.

Nicht eine einzige Person wurde verletzt, aber zwei Walfangschiffe wurden dauerhaft außer Gefecht gesetzt und die Walfangstation wurde schwer beschädigt.

In diesem Sommer beträgt die Walfangquote Islands 161 Finnwale und die dortige Regierung wird die Tötung von 30 weiteren Walen aus der ungenutzten Quote von 2017 erlauben. Sie haben auch eine Quote von 209 Zwergwalen, konnten aber in den letzten zwei Jahren nur 63 töten. Das Versenken der Hälfte ihrer Flotte im Jahr 1986 hat ihren Betrieb erheblich verlangsamt.

Mit dem Walfang lässt sich einfach nicht mehr genug Profit machen, um den Ersatz der beiden Schiffe Loftssons zu rechtfertigen, die wir 1986 zerstört haben.

Der Walfang ist illegal und verstößt gegen das von der Internationalen Walfangkommission (IWC) festgelegte internationale Moratorium für den kommerziellen Walfang.

Island ist tatsächlich eine berüchtigtere Walfangnation als Japan und Norwegen, weil nur Island stark gefährdete Finnwale im Visier hat. Sea Shepherd und der Internationale Gerichtshof haben der Jagd auf Finnwale durch Japan ein Ende gesetzt.

Die USA, Australien, Europa und andere Mitglieder der IWC könnten sich auf völkerrechtliche Sanktionen berufen, aber alle haben dies abgelehnt.

Das Abschlachten geht wegen der Nachfrage von 19 % der Isländer und 12 % der Touristen weiter, und die Zahl der Touristen übersteigt jedes Jahr fast die Zahl der Isländer, weshalb der Tourismus die treibende Kraft ist, die diese Gräueltat aufrechterhält.

Amerikaner und Europäer essen in Island vor allem deshalb Walfleisch, weil es dort, wo sie leben, verboten ist. Wenn die Touristen aufhören würden, Walfleisch als exotische Mahlzeit zu verlangen, würde die Zahl der Waltötungen sinken. Zwölf Prozent der 300.000 Touristen pro Jahr repräsentieren 36.000 Walfleischesser, die sich diesem ekelhaften kulinarischen Porno hingeben.

Kristjàn Loftsson ist der einzige Grund für die Fortsetzung dieser barbarischen Industrie. Dieser eine Mann ist für die Tötung von über 35.000 Walen verantwortlich. Die gute Nachricht ist, dass er in ein paar Jahren nicht mehr hier sein wird, was hoffentlich das Ende des kommerziellen Walfangs bedeutet – sofern die Isländer keinen Grund finden, sich für den Walfang zu begeistern. Der einzige Grund wäre das physische und drastische Eingreifen einer externen Gruppe, so wie wir es 1986 getan haben.

Da der kommerzielle Walfang stirbt und das Whale Watching in Island eine wachsende Industrie ist, sind die Vorzeichen gegeben, und obwohl ich mir nichts sehnlicher wünschen würde, als die verbleibenden zwei Walfangschiffe auf den Grund zu schicken, wäre eine solche Aktion für unsere Mandanten kontraproduktiv.

First fin whale at whaling station
Ja, es gibt viele Menschen, die wollen, dass wir eingreifen und die mir gesagt haben, dass sie jederzeit spenden wollen, wenn wir direkt eingreifen. Allerdings muss ich die langfristigen Interessen unserer Mandanten in den Vordergrund stellen, und unsere Mandanten sind die Wale.

Wir haben sie nicht im Stich gelassen. Unsere Crews sind in Island und beobachten und dokumentieren das Geschehen. Die illegalen Aktionen Islands bleiben nicht unbemerkt und wir versuchen weiterhin, die Mitgliedsstaaten der IWC zu überzeugen, Wirtschaftssanktionen zu verhängen. Leider leben wir in einer Welt, in der es an wirtschaftlicher und politischer Motivation fehlt, internationales Naturschutzrecht durchzusetzen.

Ich kann persönlich versichern, dass es für uns sehr schwierig ist, nicht einzugreifen. Ich würde diese tödlichen Schiffe unheimlich gerne zerstören, genauso wie meine Sea-Shepherd-Gefährten auch. Aber wir müssen das Gesamtbild sehen und entsprechend agieren.

1986 tat unsere mutige Crew das Richtige – mit positiven Ergebnissen. Seit 1986 hat sich das soziale Umfeld verändert. 1986 war Kristjàn Loftsson 43 Jahre alt, jetzt ist er 75. Im Jahr 1986 hatte dieser isländische Ahab 98 % Unterstützung der Isländer. Jetzt ist die Unterstützung auf 34 % gesunken.

Unser Verbündeter ist jetzt einfach die Zeit. Wenn Loftsson nicht mehr hier ist, verschwindet auch der isländische Walfang. Loftsson hat Söhne, aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie in neue Schiffe und Ausrüstung investieren werden.

Der isländische Walfang stirbt, und hoffentlich wird es nicht lange dauern.

Island ist ein außergewöhnlich schönes Land mit fortschrittlichen Menschen und vorbildlichen Sozialprogrammen. Das Land hat nur einen auffällig störenden schwarzen Fleck auf seiner Weste, und das ist der kriminelle Walfang, mit dem Kristjàn Loftsson die gesamte Nation beschmutzt.

Im Sommer 2015 sammelte die Crew des Sea-Shepherd-Schiffes SAM SIMON Erkenntnisse und verfolgte die WINTER BAY, die mit gefrorenem Finnwalfleisch über die Nordostpassage von Island über Tromso (Norwegen) auf dem Weg nach Japan war. Loftssons Unternehmen war es zuvor untersagt worden, den Hafen von Rotterdam und andere europäische und internationale Häfen anzulaufen, da Finnwale im Anhang des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) aufgelistet sind und das Verschiffen bedrohter Tierarten verboten ist.




News / Kommentare

  • MITARBEIT AUF SEE – HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN
  • Costa Ricas Umweltminister erklärt Paul Watson zum Helden
  • Sea Shepherd befreit bedrohten Totoaba während Wilderer erneut Schüsse abfeuern
  • Sea Shepherds Kampagne zur Rettung des Golftümmlers startet mit zwei Schiffen in Mexiko

Event-Vorschau

  • 24.11.18 | 5 Jahre Sea Shepherd Österreich - Filmvorführung "Chasing The Thunder", WIEN
  • 23.11.18 | 5 Jahre Sea Shepherd Österreich - Filmvorführung "Chasing The Thunder", GRAZ

Österreich News

  •   +

      Jahresrückblick 2017 Read More
  •   +

      Artgerecht ist nur die Freiheit Read More
  •   +

      Spendenaktion des Malers Toninho Dingl Read More
  • 1
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok