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Freitag, 8. Juni 2018: Nach insgesamt zwölf Monaten des Patrouillierens und zwölf Festsetzungen kann sola1die zweite Kooperation von Sea Shepherd Global mit dem liberianischen Verteidigungsministerium im Kampf gegen illegale, unregulierte und undokumentierte Fischerei (IUU-Fischerei) einen deutlichen Rückgang der illegalen Fischereiaktivitäten in der Republik Liberia (Westafrika) verzeichnen. Darüber hinaus ist eine Rückkehr der Fischpopulationen in den Küstengewässern zu beobachten, die zuvor von der Überfischung durch ausländische Schleppnetzschiffe bedroht wurden.

Bevor OPERATION SOLA STELLA Anfang 2017 begann, meldete die Kleinfischereigemeinschaft von Harper, einer liberianischen Stadt an der Grenze zur Elfenbeinküste, beinahe täglich das Eindringen von ausländischen, industriellen Schleppnetzschiffen, die illegale Fischerei betrieben. Nach der Festsetzung von fünf Schiffen, die im Verdacht der IUU-Fischerei standen, hörte das Eindringen auf. Unter den festgesetzten Schiffen befand sich ein unter nigerianischer Flagge fahrendes Shrimp-Schleppnetzschiff, das einer niederländischen Firma gehört. Dieses Schiff verfügte über die Genehmigung, „nachhaltig gefangene“ Shrimps in die USA zu exportieren. Die Kleinfischer in Harper und Robertsport, an der Grenze zwischen Liberia und Sierra Leone, berichten zudem, dass Fische in Gebiete zurückkehren, die schon lange Zeit dezimiert waren.

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"Die Patrouillen haben für die gewünschte Abschreckung gesorgt", sagte Kampagnenleiter Peter Hammarstedt. "Sea Shepherd ist unbeschreiblich stolz auf die historische Partnerschaft mit dem liberianischen Verteidigungsministerium. Ein wahrer Meilenstein als Beispiel dafür, was durch die Zusammenarbeit von Regierung und Zivilbevölkerung möglich ist, um IUU-Fischerei zu bekämpfen."

Mit der Absicht, den Erfolg der von Februar bis Mai 2017 durchgeführten ersten Kampagne weiterzuführen, begann im vergangenen September die Kampagne OPERATION SOLA STELLA II. In den darauffolgenden acht Monaten bis zum 25. Mai 2018 kehrten die BOB BARKER und die SAM SIMON abwechselnd in die Gewässer zurück, was zu dem bis dahin längsten Zeitraum von Patrouillen führte.

Im Rahmen dieser Patrouillen wurden sieben weitere Festsetzungen durch die liberianische Küstenwache mit Unterstützung von Sea Shepherd veranlasst. Darunter waren zwei IUU-Schiffe, die auf der internationalen schwarzen Liste geführt wurden – die LABIKO 2 und die HAI LUNG.

Als die LABIKO 2 durch die Küstenwache am 15. November 2017 geentert und untersucht wurde, stellte man fest, dass das Schiff unter seinem früheren Namen MAINE bereits auf drei verschiedenen schwarzen Listen für IUU-Fischerei der Regionalen Fischereiorganisationen (RFO ) stand. Zum Zeitpunkt der Kontrolle legte der berüchtigte Wilderer gerade ein verbotenes Stellnetz aus, um eine geheime Produktionseinrichtung für Hai-Leberöl an Bord des Schiffes zu versorgen. Dokumente, die an Bord des Schiffes beschlagnahmt wurden, konnten belegen, dass auf jeder Ausfahrt über 66.000 Tiefseehaie getötet wurden. Dies entspricht über 500.000 getöteten Haien pro Jahr. Die LABIKO 2 wurde daraufhin festgesetzt, was über 250.000 Haien das Leben rettete.

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Die HAI LUNG ist ein berüchtigtes Antarktisdorsch-Wildererschiff, das eher unter seinem früheren Namen YELE bekannt ist. Am 13. März 2018 wurde es festgesetzt, nachdem der Kapitän der liberianischen Küstenwache mit gefälschten Dokumenten zu erklären versuchte, dass das Schiff unter indonesischer Flagge fährt. Das indonesische See- und Fischereiministerium hatte jedoch keinerlei Aufzeichnungen von dem Schiff in seinen Datenbanken. Das gefälschte Schiffszertifikat machte die HAI LUNG somit zu einem Schiff ohne Flaggenstaat, das überall festgesetzt werden kann. Auch auf hoher See. Später stellte man fest, dass die HAI LUNG sich der Festsetzung in Nigeria entzogen hatte und somit ein flüchtiges Schiff war.

Weitere fünf Schiffe wurden wegen zahlreicher Vergehen, darunter auch dem Fischfang ohne Lizenz, Wildtierschmuggel und Steuer- und Zollhinterziehung, festgesetzt.

Über OPERATION SOLA STELLA und Sea Shepherds Kampagnen gegen IUU-Fischerei

Die im September 2017 gestartete Kampagne OPERATION SOLA STELLA ist die zweite gemeinsame Kooperation von Sea Shepherd und der liberianischen Regierung zur Bekämpfung der IUU-Fischerei. Unter der Leitung des liberianischen Verteidigungsministeriums stellte Sea Shepherd ein ziviles Patrouillenschiff zur Verfügung, das in liberianischen Gewässern verkehrte. Entwicklungsländer sind besonders anfällig für IUU-Fischerei, die bis zu 40 % des in westafrikanischen Gewässern gefangenen Fisches ausmacht.

OPERATION SOLA STELLA ist eine Fortsetzung der aktiven Zusammenarbeit von Sea Shepherd Global mit den nationalen Regierungen und ihren Vollzugsbehörden im Kampf gegen IUU-Fischerei. Im Jahr 2016 und 2017 arbeitete Sea Shepherd in einer Kooperation mit der Regierung von Gabun im Rahmen von OPERATION ALBACORE zusammen. Weit über 80 Fischereischiffe wurden direkt auf See inspiziert, sechs von ihnen wurden später festgesetzt. In diesem Jahr begann OPERATION JODARI. Bei dieser Kampagne wurden die tansanischen Gewässer in Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbeamten der Deep Sea Fishing Agency, tansanischen Marinesoldaten und Mitgliedern des Multi-Agency Task Teams (MATT) sowie Fish-i Africa patrouilliert, um gegen IUU-Fischerei vorzugehen.

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