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opjodari tanzania 1185. Februar 2018:  Nach Abschluss einer 20-tägigen verdeckten Patrouille, die mit der Festsetzung von drei Schiffen wegen Fischereiverbrechen endete, lief das Sea-Shepherd-Schiff OCEAN WARRIOR in Dar es Salaam ein, um OPERATION JODARI offiziell zu starten. OPERATION JODARI ist eine Kampagne in Zusammenarbeit mit der Regierung der Vereinigten Republik Tansania zur Bekämpfung der illegalen, unregulierten und undokumentierten Fischerei (IUU-Fischerei) im Westlichen Indischen Ozean.

Während der letzten drei Wochen wurden heimlich Strafverfolgungsbeamte der Deep Sea Fishing Authority (eine staatliche Behörde, die gesetzlich dazu verpflichtet ist, die Fischereiressourcen der Tiefsee nachhaltig zu bewirtschaften), tansanischen Marinesoldaten und Mitglieder des Multi-Agency Task Teams (MATT) an Bord der OCEAN WARRIOR stationiert, um zusammen mit Captain Adam Meyerson und der Crew von Sea Shepherd Tansanias Hoheitsgewässer zu patrouillieren. Die Strafverfolgungsbeamten haben das Recht, Schiffe, die gegen tansanische Gesetze verstoßen, zu entern, zu durchsuchen und festzusetzen. Das MATT wird von der tansanischen Polizei geleitet und setzt sich zusammen aus dem tansanischen Forstdienst, der Abteilung für Wildtiere, der Abteilung für Fischerei und dem tansanischen Geheim- und Sicherheitsdienst. Es wurde gegründet, um Einzeltäter und Netzwerke zu entlarven, welche die Umweltkriminalität in der Region und den illegalen Handel mit Wildtieren kontrollieren.

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OPERATION JODARI zielt darauf ab, alle Schiffsoperationen in den Gewässern von Tansania zu kontrollieren und an Bord solcher Schiffe zu gehen, die der IUU-Fischerei verdächtigt werden, sowie tansanische Offiziere darin zu schulen, die Fischerei-Aktivitäten in tansanischen Gewässern zu beobachten, zu kontrollieren und zu überwachen. Dazu gehören auch die Überprüfung von Fischereifahrzeugen und das Entern von Schiffen.

Während der ersten Patrouille von OPERATION JODARI wurden neun Schiffe geentert und durchsucht, was zu drei Festsetzungen führte.

1. Auf der unter chinesischen Flagge fahrenden TAI HONG 1 entdeckte man eine Ladung von Haiflossen, die sich als sehr viel größer erwies, als es die 50 an Bord befindlichen Kadaver rechtfertigen würden. Nach tansanischem Gesetz muss die Anzahl der Haiflossen mit der Anzahl der Körper übereinstimmen. Den zwölf tansanischen Fischern, die an Bord arbeiteten, hatte der Kapitän Wasser und Nahrung verweigert. Sie mussten sich eine kleine, unbelüftete Unterkunft mit nur zwei Betten teilen, was die anderen dazu zwang, auf dem Boden und übereinander zu schlafen.

2. Die unter malaysischer Flagge fahrende BUAH NAGA 1 wurde mit einer Ladung Haiflossen erwischt. Die Kadaver waren einfach über Bord geschmissen worden. Eine nicht-lizensierte Waffe, eine 9mm Beretta, wurde in der Kabine des Kapitäns gefunden. Die indonesische Fischereimannschaft informierte die tansanischen Behörden darüber, dass der Kapitän sie regelmäßig mit der Pistole bedrohen würde, damit sie arbeiteten. Wurde kein Fang eingeholt, gab es für die indonesische Crew nichts zu Essen.

3. Die unter tansanischer Flagge fahrende SWABIR JAMIL wurde beim Fischen ohne Lizenz in tansanischen Hoheitsgewässern entdeckt. Das Schiff hatte Haiflossen geladen.

Die TAI HONG 1, die BUAH NAGA 1 und die SWABIR JAMIL wurden in tansanische Häfen eskortiert, wo man gesetzliche Schritte wegen dem Abschneiden von Haiflossen und Missbrauch von Arbeitskräften einleiten wird.

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„Der Missbrauch von Arbeitern ist in der Hochseefischerei weit verbreitet. Die Crews müssen viele Stunden am Stück für wenig oder keine Bezahlung arbeiten, manchmal unter Androhung von Gewalt. Tansania ist bei der Bekämpfung dieser Missstände führend, indem das Land diese Fischereifahrzeuge nicht nur wegen ihrer Fischereiverbrechen inspiziert, sondern auch wegen der damit einhergehenden Verbrechen wie Missbrauch von Arbeitern, was die illegale Fischerei erst möglich macht”, sagte Captain Peter Hammarstedt, Sea Shepherds Kampagnenleiter.

Es wird angenommen, dass weltweit jedes Jahr zwischen 11 und 26 Millionen Tonnen an Fisch allein durch die IUU-Fischerei gefangen werden. Entwicklungsländer sind besonders anfällig für die IUU-Fischerei, und man geht davon aus, dass im Westlichen Indischen Ozean jährlich ungefähr eine Milliarde US-Dollar Verlust dadurch gemacht werden.

OPERATION JODARI wird von Fish-i Africa unterstützt, einer Partnerschaft von acht ostafrikanischen Ländern, darunter die Komoren, Kenia, Madagaskar, Mauritius, Mosambik, die Seychellen und Somalia. Im Rahmen der Partnerschaft werden Informationen ausgetauscht und die regionale Kooperation zur Bekämpfung großräumiger illegaler Fischerei im Westlichen Indischen Ozean gefördert.

OPERATION JODARI ist bereits die vierte Zusammenarbeit von Sea Shepherd und afrikanischen Küstenstaaten mit dem politischen Willen, die IUU-Fischerei zu stoppen.

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Seit Februar 2017 steht Sea Shepherd der Regierung Liberias mit OPERATION SOLA STELLA zur Seite, um die IUU-Fischerei zu bekämpfen, indem sie mit Genehmigung des liberianischen Verteidigungsministeriums eines ihrer Schiffe für Hochseepatrouillen zur Verfügung stellt. OPERATION SOLA STELLA hat zur Festsetzung von zehn Schiffen wegen IUU-Fischerei geführt.

2016 und 2017 arbeitete Sea Shepherd im Rahmen von OPERATION ALBACORE zusammen mit den Regierungen von Gabun, São Tomé und Príncipe, was zu Inspektionen von über 80 Fischereifahrzeugen auf See und zur Festsetzung von fünf kongolesischen IUU-Schleppnetzschiffen und einem spanischen Langleinenfischer führte. OPERATION JODARI ist eine Fortführung des Engagements von Sea Shepherd, aktiv mit nationalen Regierungen und deren Strafverfolgungsbeamten im Kampf gegen die IUU-Fischerei zusammenzuarbeiten.






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