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team2514. November 2017:  Im Rahmen unserer laufenden Kampagne OPERATION BLOODY FJORDS zur Beendigung des Abschlachtens von Delfinen und Grindwalen auf den dänischen Färöern führte Sea Shepherd zwischen Juli und Anfang September zehn Wochen lang Patrouillen an Land durch. Die von Sea Shepherd Großbritannien koordinierten Teams waren in sechs verschiedenen färöischen Städten stationiert, sodass 19 ausgewiesene Walfangbuchten abgedeckt wurden. Unsere Crew aus Freiwilligen, die ihre persönliche Urlaubszeit nutzte, um sich unter andere Touristen zu mischen, konnte in den zehn Wochen neun verschiedene Grindadráps dokumentieren. Wir veröffentlichen nun die persönlichen Aufzeichnungen und Bilder, die uns von sechs dieser Teams vorgelegt wurden.

Team 8, welches in Klaksvík stationiert war, beobachtete das Grindadráp von Hvannasund am 29. August 2017, bei welchem 46 Grindwale getötet wurden und das Grindadráp von Bøur am 31. August 2017, bei welchem 29 Grindwale ums Leben kamen.

„Ein Grind aus nächster Nähe zu erleben, war ein einschneidendes Erlebnis. An einem Ort der sonst so ruhig ist, war es nervenzerreibend zu beobachten, wie aktiv die Einheimischen wurden, sobald ein Grind im Gange war. Das erste Grind, das wir gesehen haben, fand in Hvannasund statt, wo es in 2017 bereits mehrere Delfinjagden gegeben hatte. Wir sahen das ganze Geschehen vom Herantreiben der etwa 50 Grindwale, über die Abschlachtungen, das Zerlegen und schlussendlich das Verteilen des Fleisches und des Fettes. Als die Grindwale von den kleinen Booten an die Küste getrieben wurden, verstärkte sich die Intensität der im Wasser zuckenden Körper. Den Walen wurden Haken in ihre Blaslöcher gerammt, bevor sie in einer sadistischen Art von „Tauziehen“ an Land gezogen wurden. Wir mussten beobachten, wie die Tiere scheinbar im Wahn ihre Köpfe gegen Steine schlugen.

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Die an der Jagd beteiligten Personen standen bis zur Hüfte im vom Blut gefärbten Wasser und nahmen die Einschnitte direkt hinter den Köpfen der Wale vor, welche dafür sorgen, dass das Blut austreten kann. Andere nutzten das „Grindaknívur“, ein spezielles Walfangmesser, um die Wirbelsäule zu durchtrennen. Wir beobachteten und filmten mehrere Wale, die nach dieser Prozedur noch immer um sich schlugen. In einigen Fällen war es nötig, das Messer bis zu drei Mal zu benutzen, um das Tier zu töten. Wir filmten Wale, die noch bis zu einer Minute nach den Einschnitten zuckten und sich bewegten. Noch eine Stunde nach den Abschlachtungen versuchten die Fischer erfolglos einen einsamen Wal mit ihren Booten an den Strand zu treiben. Irgendwann gaben sie auf und ließen den Wal im Blut seiner Familie weiter schwimmen.

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Wir blieben noch mehrere Stunden bis in die Nacht bei dem einsamen Wal, welcher erschöpft seine Kreise zog, wo das Grind stattgefunden hatte. Als die Abenddämmerung einsetzte, kam ein Schlauchboot aus dem Dorf und versuchte erfolglos, den Wal zu überfahren und mit der Bootsschraube zu töten. Kurz darauf kamen zwei Freizeitboote, und ich hatte die Chance, auf einem der Boote mitzufahren und mir den Wal von Nahem anzusehen. Der Besitzer des Boots kam, um das Befinden des Tieres zu untersuchen und sagte mir, dass der Wal die Nacht auf Grund seines Traumas und der Erschöpfung nicht überstehen würde. Der Wal konnte kaum noch zum Atmen auftauchen. Wir kehrten am Morgen zurück und der Wal befand sich noch immer an der gleichen Stelle, lebend. Später am Nachmittag gab es jedoch keine Spur mehr von ihm.

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Wir beobachteten auch die Schlachtung der Wale und die der Tiere, die zwei Tage später in Bøur getötet wurden und unterhielten uns ausgiebig mit den Einheimischen. Die Kinder zeigten eine morbide Faszination für die Eingeweide und besonders die Zähne der Wale. Wir filmten Kinder, die versuchten die Zähne von mehreren Tieren mit nichts weiter als einem Taschenmesser zu entfernen. Ebenso entfernten sie an einem Wal Stücke von etwas, das aussah wie ein Tumor. Wir trafen ausländische Touristen, die davon angeekelt waren.“

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Mit 1.203 getöteten Grindwalen und 488 getöteten Delfinen bei 24 einzelnen Jagden auf den dänischen Färöern erwies sich 2017 als eines der bisher schlimmsten Jahre seit Mitte der 1990er.

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Event-Vorschau

  • 9.12.17 | Sea Shepherd @3. Int. Tattoo Con Innsbruck
  • 8.12.17 | Sea Shepherd@ Marrok Konzert IBK
  • 2.12.17 | Sea Shepherd@ Vinegar Hill CD Release Leoben

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