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team7113. November 2017: Team 7 war in Tórshavn stationiert, beobachtete das Grindadráp von Tórshavn am 18. August 2017 (61 Grindwale wurden getötet), die Delfinjagd von Skalabotnur am 21. August 2017 (48 Weißseitendelfine wurden getötet) und das Schlachten eines Wals beim Hafenfest von Klaksvik am 19. August 2017.


Im Rahmen unserer laufenden Kampagne OPERATION BLOODY FJORDS zur Beendigung des Abschlachtens von Delfinen und Grindwalen auf den dänischen Färöern führte Sea Shepherd zwischen Juli und Anfang September zehn Wochen lang Patrouillen an Land durch. Die von Sea Shepherd Großbritannien koordinierten Teams waren in sechs verschiedenen färöischen Städten stationiert, sodass 19 ausgewiesene Walfangbuchten abgedeckt wurden. Unsere Crew aus Freiwilligen, die ihre persönliche Urlaubszeit nutzte, um sich unter andere Touristen zu mischen, konnte in den zehn Wochen neun verschiedene Grindadráps dokumentieren. Wir veröffentlichen nun die persönlichen Aufzeichnungen und Bilder, die uns von sechs dieser Teams vorgelegt wurden.

„Das Hafenfest in Klaksvik war ein Event wie wir es aus unseren Hafenstädten kennen. Es gab lokales Essen, frisch gefangen und zubereitet, darunter auch ein Foodtruck, der englische Fish and Chips verkaufte. Es gab ein Unterhaltungsprogramm für Kinder und Heliumballons (von denen die meisten versehentlich in den Himmel steigen gelassen wurden). Es gab mehrere Schiffe, auf welchen die Gäste an Bord gehen konnten, darunter auch die BRIMMEL und ein dänisches Kriegsschiff, welche beide Touren an Bord und Einblicke in die Brücke anboten oder Rundfahrten mit ihren Schnellbooten machten. In zwei oder drei Boxen gab es Krabben oder kleine Fischarten, welche die Kinder anfassen und untersuchen durften. Es gab auch eine Bühne am Hafeneingang, auf welcher sowohl Strickwettbewerbe als auch Konzerte äußerst talentierter Musiker für traditionelle Musik und andere Events stattfanden. Eines dieser Events war das Schlachten eines Grindwals, welcher bei einem der vorherigen Grindadráps gefangen und anschließend bis zum Event eingefroren wurde.

Der Wal lag ganz in der Nähe der Bühne auf Paletten. Er wies die üblichen Markierungen an den Flossen auf, die sein Gewicht und Größe angaben. Ebenfalls war eine 155 in die Haut unter seinem Auge geritzt. Wie erwartet erregte der Wal über den Tag hinweg Aufmerksamkeit – meist von neugierigen Touristen und Kindern. Die Kinder kletterten auf ihm herum, traten ihn oder steckten ihre Finger in seine Augenhöhle und sein Blasloch. Menschen, darunter dänische Marinesoldaten versammelten sich dort, tranken und lachten. Dem Wal wurde genau so wenig Respekt im Tod wie zuvor im Leben erwiesen, bevor er brutal mit dem Rest seiner Schule abgeschlachtet wurde.

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Als das Schlachtevent begann, sprach ein Mann über die Anlage, dass es darum ginge zu zeigen, was der Walfang wäre. Die Demonstration wurde auf Englisch und nicht auf Färöisch abgehalten. Es waren viele Touristen aus Schottland, Spanien, Italien und den USA vor Ort. Da die Färinger von der Kindheit an sehr vertraut mit dieser Praxis sind, ging es darum, den Walfang für Touristen zu erklären. Der Vortrag behandelte direkt die üblichen Argumente, welche geäußert werden, wenn es darum geht, warum der Walfang weitergeht und warum er betrieben wird. Dann wurde der Menge erklärt, wie die Wale gefangen und zum Töten vorbereitet werden und wie das Fleisch gewogen, berechnet und in der Gegend an die Einheimischen im Gebiet des Tötungsstrandes und an die Leute, die am Grind teilgenommen haben, verteilt wird. Der Vortrag erwähnte dann, wie den Walen Haken in die Blaslöcher gerammt werden, um sie an den Strand zu ziehen. Dies hat nicht allen gefallen. Ein Tourist am Ende fragte, wie sie dies als „human“ bezeichnen könnten.

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Eine Gruppe Assistenten fuhr dann mit dem kompletten Zerlegen des Tieres fort. Zuerst wurde die Fettschicht Stück für Stück entfernt, gefolgt von dem Fleisch und wurde dann auf einer Palette zur Seite gelegt. Anschließend wurden die verschiedenen Zubereitungsarten für das Fleisch erklärt und es wurde ebenfalls erwähnt, dass die Flosse am besten schmecken würde. Während der Schlachtung wurde die Betonung darauf gelegt, dass es sich um nichts anderes handeln würde als den Konsum von Schweinen, Kühen oder Hühnern, die in einem Schlachthaus getötet werden, obwohl dieser Grindwal sich zuvor frei im Ozean bewegte, bevor er diesem entrissen wurde. Dies wurde von der Behauptung unterstrichen, dass die Art nicht bedroht sei, obwohl die Populationszahlen im Atlantik unbekannt sind.

Es wurde erklärt, dass sie die größeren Bartenwale nicht töten würden, was stimmt, aber an keiner Stelle wurde erwähnt, dass sie auch andere Delfinarten wie den Weißseitendelfin jagen oder nur wenige Wochen zuvor irrtümlicherweise andere Walarten gejagt und belästigt haben.

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Am Ende der Schlachtung wurde die Giftigkeit des Fleisches erwähnt. Es wurde erklärt, um welche Gifte es sich handelt, wovon sie verursacht werden und welche Gesundheitsrisiken der Verzehr mit sich bringt. Obwohl sie den Vortrag mit diesen Bedenken beendeten, verkündeten sie den Touristen kurz darauf, dass es bald frisch gekochtes Walfleisch und -fett gratis zum Probieren im Zelt neben der Bühne geben würde. Ein Angebot, welches wir ablehnten.“




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Event-Vorschau

  • 9.12.17 | Sea Shepherd @3. Int. Tattoo Con Innsbruck
  • 8.12.17 | Sea Shepherd@ Marrok Konzert IBK
  • 2.12.17 | Sea Shepherd@ Vinegar Hill CD Release Leoben

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