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Auch am Freitag fand die EMANUEL BRONNER wieder einen toten Schweinswal23.07 2017: Auch am Freitag fand die EMANUEL BRONNER wieder einen toten Schweinswal

In den letzten Wochen und Monaten berichteten wir im Zuge unserer BALTIC SEA Kampagne vermehrt über Totfunde von Schweinswalen in der Ostsee. Es wurde zuletzt von jährlich ca. 130 toten Tieren allein in der Ostsee ausgegangen, wobei es auch hier schon den Hinweis auf eine vermutlich wesentlich höhere Dunkelziffer gab.

Freitag Nachmittag fand die Besatzung der EMANUEL BRONNER im Rahmen einer routinemäßigen Patrouillenfahrt einen toten Schweinswal zwischen der dänischen Seegrenze und militärischem Minenlegergebiet, der auf dem offenen Meer trieb. Das Tier wurde von der Besatzung geborgen und den zuständigen Stellen übergeben.

Dieser erneute Fund unterstützt den Verdacht, dass die Anzahl der Schweinswaltotfunde in der Ostsee dramatisch ansteigt.

Auch am Freitag fand die EMANUEL BRONNER wieder einen toten Schweinswal
Aufgrund neuester Erkenntnisse muss davon ausgegangen werden, dass sich unsere Befürchtungen mehr als bewahrheitet haben. Laut eines Berichts des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) an das Ministerium für Landwirtschaft Schleswig-Holstein* liegen die Zahlen allein für das Jahr 2016 bei über 180 Tieren in der schleswig-holsteinischen Ostsee.

„Bei dieser Zahl handelt es sich auch nur um die gemeldeten Funde“, sagte Manuel Abraas, Leiter der BALTIC SEA Kampagne. „Man müsste nun noch die genauen Zahlen aus Mecklenburg-Vorpommern kennen. Auch hier müssen wir also auf eine unbekannte Dunkelziffer verweisen. Die Situation stellt sich damit in unseren Augen als viel dramatischer dar als ursprünglich angenommen.“ Klar dürfte wiederum die Ursache sein - Lärm, Verschmutzung und Fischerei sind die Hauptbedrohungen für Schweinswale und allesamt menschengemacht.

„Wir dürfen auch nicht vergessen, dass dies nur Bestandsaufnahmen aus Deutschland sind. Zahlen aus Polen oder Dänemark liegen uns nicht vor oder werden zum Teil gar nicht erhoben“, so Abraas. „Betrachtet man die FFH-Gebiete Oderbank oder Adlergrund östlich von Rügen, so wissen wir, dass beispielsweise Schleppnetzfischer aus Polen dort unterwegs sind.“

Schleppnetze richten bekanntermaßen massive Schäden am Meeresgrund an, zerstören das dortige Leben und hinterlassen nichts als eine Wüstenlandschaft. Meldungen über Totfunde gibt es aus diesem Gebiet aber nicht, Kontrollen finden nur stichprobenartig statt.

„Diese FFH-Gebiete sind nicht mal das Papier wert, auf dem sie geschrieben stehen“, sagte Manuel Abraas. „Wem oder was sollen sie nützen, wenn nicht den dort lebenden Meerestieren? Ohne wirksamen Schutz mit regelmäßigen Kontrollen und einem entsprechenden Fischerei-Monitoring kann das nicht gelingen.“

Auch am Freitag fand die EMANUEL BRONNER wieder einen toten Schweinswal
Es wird Zeit, dass die verantwortlichen Politiker und Behörden handeln. Muss erst eine Schweinswalpopulation in der Ostsee ausgerottet sein, bevor sofortige Maßnahmen zum Schutz dieser Tiere ergriffen werden? Oder würde selbst dann nichts passieren und man würde weiterhin seiner täglichen Routine nachgehen? Gerade der zuständige Minister von Schleswig-Holstein, Dr. Robert Habeck, vom Bündnis90/die Grünen ist hier in der Pflicht, denn grüne Politik sollte immer auch dem Tierwohl dienen.

„Unsere BALTIC SEA Kampagne ist wichtiger denn je, um auf diese Missstände aufmerksam zu machen. Das sind wir den Schweinswalen schuldig“, so Abraas.
Wir fordern ein sofortiges, komplettes Verbot der Stellnetzfischerei in der Ostsee. Zusätzlich muss Deutschland hier mit seinen Nachbarstaaten (Dänemark, Polen) weitere wirksame Schutzmaßnahmen für die bedrohten Schweinswale etablieren.

Auch am Freitag fand die EMANUEL BRONNER wieder einen toten Schweinswal
*(aus: Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover –Mai 2017: Totfund-Monitoring von Kleinwalen und Kegelrobben in Schleswig-Holstein im Jahr 2016; Bericht an das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein; Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung)




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