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bycatch118. September 2017:  Im Jahr 1990 wurde das Label "Dolphin Safe" nach einem öffentlichen Aufschrei über die Zahl der in Thunfischfangnetzen getöteten Delfine ins Leben gerufen. Mehr als 25 Jahre später sterben weltweit immer noch Nichtzielarten sowie gefährdete Arten als Beifang in Thunfischnetzen. In Gabun, wo der Gelbflossen-Thun in denselben Gewässern gefischt wird, in denen auch Delfine, Schildkröten, Rochen und Haie leben, ist der Beifang eine häufige Erscheinung, die selten vermieden und von den industriellen Thunfischfängern häufig auch nicht gemeldet wird.

In diesem Sommer entdeckten die gabunischen Fischereiaufsichtsbeamten während einer Routinebesichtigung und -inspektion, die von der gabunischen Marine und Sea Shepherd unterstützt wurde, die systematische Nichtmeldung von Beifängen an Bord des unter der Flagge El Salvadors fahrenden Fischereifahrzeugs MONTECELO. Die Nichtanmeldung der Beifänge ist ein Verstoß gegen das Gesetz von Gabun, da die Überwachung der Beifänge ein kritischer Bestandteil bei der Messung der gesamten Umweltauswirkungen durch die Fischerei ist.

Gefährdeter Hammerhai gefangen in einem Thunfischnetz. Foto von Tara Lambourne/Sea Shepherd
Beamte der gabunischen Fischereibehörde entdeckten eine Meeresschildkröte, einen großen Hammerhai, einen Blauhai und sieben Seidenhaie, die zusammen mit dem eigentlichen Ziel, dem Thunfisch, auf das Ringwadenschiff eingeholt wurden. Alle Haie schienen tot gewesen zu sein, als sie über Bord geworfen wurden. Auch der Hammerhai und die Seidenhaie.

Am 9. August blieb das Sea Shepherd-Schiff, die BOB BARKER, bei der MONTECELO und dokumentierte sechs Haie, die als Beifang entsorgt wurden.

Die MONTECELO und Sea Shepherds BOB BARKER in gabunischen Gewässern. Foto von Tara Lambourne/Sea Shepherd
Als die MONTECELO zwei Tage später zum zweiten Mal geprüft wurde, zeigten die Aufzeichnungen, dass zwei gefährdete Hammerhaie von diesem Tag, sowie die sechs Haie vom Vortag nicht wie vorgeschrieben dokumentiert wurden. Infolgedessen wurde ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die MONTECELO eingeleitet, das drei mögliche Folgen haben könnte: eine Geldbuße, eine Aufhebung der derzeitigen Fanglizenz und/oder die Nichtverlängerung der Fanglizenz für das nächste Jahr.

Bei der Befragung behauptete der Kapitän der MONTECELO, dass die Beifänge nicht gemeldet worden seien, weil er "zu beschäftigt" gewesen sei, "nicht wusste, dass es notwendig sei" und, dass er abgesehen davon "nicht in der Lage war, die Art zu identifizieren".

Die Entdeckung, die Sea Shepherd an Bord der MONTECELO machte, ist Teil eines großen Problems, das durch OPERATION ALBACORE aufgedeckt wurde: Beifänge in gabunischen Gewässern werden von Thunfischfängern gar nicht oder nicht vollständig gemeldet, wodurch sich die Menge des Beifangs um das drei oder vierfache reduziert.

Die BOB BARKER führt seit Mai Patrouillen in der Region als Teil der laufenden OPERATION ALBACORE durch, einer Kampagne zur Bekämpfung der illegalen, unregulierten und undokumentierten Fischerei (IUU-Fischerei) unter der Leitung der Regierung von Gabun. Durch Überwachung und Dokumentation unterstützt Sea Shepherd die gabunischen Behörden bei ihren Bemühungen, die Anzahl der ungewollten Tötungen und schweren Verletzungen von Tieren als Folge des Beifangs zu vermindern.

Thunfischfangnetz, das auf das Deck der MONTECELO gezogen wird. Foto Tara Lambourne/Sea Shepherd.
Die MONTECELO holt ihre Fischernetze ein. Foto Tara Lambourne/Sea Shepherd




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