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news-140915-1-0-logo-Operacion-Pacuare-200Die Sea Shepherd Conservation Society Costa Rica und die Latin American Sea Turtles (LAST) Association haben Operation Pacuare ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um eine Kampagne gegen Wilderei zum Schutz der Meeresschildkröten am Pacuare Beach in Costa Ricas Provinz Limón. Meeresbiologen prognostizieren, dass der September voraussichtlich die Zeit ist, wo die meisten Grünen Meeresschildkröten ihre Eier ablegen; deshalb erwartet man, dass es in dieser Zeit auch vermehrt Wildereiaktivitäten geben wird.

LAST, welche zu WIDECAST (Wider Caribbean Sea Turtle Conservation Network) gehört, bildet ein internationales, wissenschaftliches Netzwerk in mehr als 40 Ländern und ist beim Projekt zum Schutz von Meeresschildkröten auf Pacuare Island federführend. Da es immer weniger freiwillige Helfer gibt, hat LAST Sea Shepherd gebeten, ihnen als internationaler Partner zur Seite zu stehen und Unterstützer aus ihrem Netzwerk zu rekrutieren, um die Probleme vor Ort mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und Grüne Meeresschildkröten, Karett- und Lederschildkröten zu schützen, die regelmäßig jedes Jahr zur Eiablage auf die kleine Insel kommen.

Freiwillige von Sea Shepherd und LAST patrouillieren den Küstenstreifen von Pacuare Island, um Gelege von Meeresschildkröten und die Schildkröten selbst zu finden und zu beschützen. Diese Meeresschildkröten sind ohnehin schon bedroht, sei es durch das Verheddern in Fischernetzen, Beifang oder Meeresverschmutzung. Zudem können ihre Gelege Wilderern zum Opfer fallen – ein ernsthaftes Problem, das die Meeresschildkröten noch weiter an den Rand des Aussterbens drängt. Einige Arten, auf die es die Wilderer abgesehen haben, sind fast schon ausgestorben.

news-140915-1-4-220814-EF-Operacion-Pacuare1-800x600In diesem Gebiet gibt es ein ungeschriebenes Gesetz: Wer als erster bei der betreffenden Meeresschildkröte ist, bekommt das Gelege. Dieses sehr primitive Gesetz wird im Allgemeinen respektiert und verringert Konflikte. Deshalb ist die Basisstrategie zum Schutz dieser Schildkröten ein Zahlenspiel – je mehr Freiwillige die Strände patrouillieren und ihre Ansprüche auf die Schildkröten erheben, desto weniger Eier fallen den Wilderern zum Opfer. Erfahrungsgemäß kommen auf einen Freiwilligen drei Wilderer. Aus diesem Grund brauchen wir unbedingt mehr Freiwillige, um die Gefahr für die legenden Schildkröten zu verringern.

Auf der unerschlossenen Insel Pacuare leben nach inoffizieller Zählung nur etwa 200 Menschen. Es bleiben den Einwohnern nur wenige Möglichkeiten – außer durch Fischerei und den Verkauf von Kokosnüssen – für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Aus diesem Grund gehen die Einwohner dazu über, Meeresschildkröteneier zu stehlen und die Tiere wegen ihres Fleisches und als Souvenirs für Touristen zu töten. Aber gäbe es eine andere Möglichkeit, Geld zu verdienen, zum Beispiel durch Ökotourismus, wären die Menschen bereit, die Schildkröten zu schützen, anstatt sie zu töten.

“Wirtschaftliche Not ist für den Mord an diesen sanften Geschöpfen keine Entschuldigung, ebenso wenig für den Export ihrer Eier ins Ausland. Lebend ist eine Meeresschildkröte weit mehr von Bedeutung, auch für Wilderer. Durch Wilderei und andere menschliche Taten wird eine alarmierend hohe Zahl von Meeresschildkröten ausgelöscht. Viele Arten sind schon fast unwiderruflich aus den Meeren verschwunden.

Es ist nun an der Zeit, sie zu beschützen. Sea Shepherd engagiert sich genau dafür in Costa Rica und weltweit in anderen Ablagegebieten“, sagte Susan Hartland, Geschäftsführerin von Sea Shepherd USA.

news-140915-1-1-110914-EH-Operacion-Pacuare-790x680Trotz der Tatsache, dass Wilderer 2013 den Aktivisten Jairo Mora Sandoval am nahegelegenen Strand von Moín Beach ermordeten, ist das Abschlachten von Meeresschildkröten und Plündern ihrer Gelege noch nicht durch die Medien bekannt geworden, weil Costa Rica als ökotouristische Heimat für viele Tierarten dargestellt wird. Die Abschlachtung von Meeresschildkröten und die Plünderungen ihrer Gelege ist aber nur die Spitze des Eisberges, denn dort existiert ein breiter Nährboden für Kriminalität und illegalen Drogenhandel. Trotz seiner natürlichen Schönheit und Tierwelt ist es ohne Polizeibegleitung an diesem 17 km langen Küstenstreifen nicht sicher, und deshalb ist es auch schwieriger, diesen zu beschützen.

“Sea Shepherd hat ein Schiff nach dem engagierten Meeresschildkrötenschützer Jairo Mora Sandoval benannt. Er beschützte gerade Gelege von Meeresschildkröten in Costa Rica vor Wilderern, als er ermordet wurde. Wir beabsichtigen, zu Ehren Jairos im nächsten Jahr unsere Patrouillen am Moín Beach auszuweiten und seine wichtige Arbeit in Costa Rica fortzuführen. Es gibt viele Menschen, die die Meeresschildkröten ausbeuten wollen, aber es gibt auch engagierte Menschen, die sie verteidigen“, sagte Susan Hartland, Geschäftsführerin von Sea Shepherd USA.

Sea Shepherd hat weitere, laufende Kampagnen zum Schutz von Meeresschildkröten in Gebieten mit hohen Wildereiaktivitäten, zum Beispiel in Honduras und Kap Verde.

Frisch geschlüpfte Meeresschildkröten auf ihrem sicheren Weg ins Meer  news-140915-1-2-110914-EH-Operacion-Pacuare-1-800w







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